Sommerzeitumstellung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Andalusien: Zeitreihenmodellierung und -analyse mithilfe von SichtbarkeitsgraphenZugang nicht angegeben
Die vorliegende Studie untersuchte, ob die Umstellung auf Sommerzeit und die Rückumstellung auf Winterzeit zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerwiegender akuter kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) führten. Zur Unterstützung der Analyse wurden Natural Visibil…
Die vorliegende Studie untersuchte, ob die Umstellung auf Sommerzeit und die Rückumstellung auf Winterzeit zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen aufgrund schwerwiegender akuter kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) führten. Zur Unterstützung der Analyse wurden Natural Visibility Graphs (NVGs) mit Daten aus andalusischen öffentlichen Krankenhäusern aus den Jahren 2009 bis 2019 verwendet. Wir berechneten die Inzidenzraten von Krankenhauseinweisungen aufgrund von MACE, insbesondere von akutem Myokardinfarkt und ischämischem Schlaganfall, in den zwei Wochen vor und nach der Umstellung auf Sommerzeit. Mithilfe von NVGs wurden dynamische Muster identifiziert. Die Studie umfasste 157.221 Patienten mit der Diagnose MACE, 71.992 mit akutem Myokardinfarkt (AMI) (42.975 ST-Hebungsinfarkte (STEMI) und 26.752 Nicht-ST-Hebungsinfarkte (NSTEMI)) sowie 51.420 mit ischämischem Schlaganfall. Die beobachteten/erwarteten Verhältnisse zeigten ein erhöhtes Risiko für akuten Myokardinfarkt (AMI) (1,06; 95 %-KI (1,00–1,11); p = 0,044), NSTEMI (1,12; 95 %-KI (1,02–1,22); p = 0,013) und akutes Koronarsyndrom (1,05; 95 %-KI (1,00–1,10); p = 0,04) im Zeitraum der Sommerzeitumstellung im Herbst. Die NVG zeigte geringfügige Schwankungen im Tagesverlauf der Krankenhauseinweisungen vor und nach der Sommerzeitumstellung für alle Krankheitsbilder, wies aber darauf hin, dass der Anstieg der Krankenhauseinweisungen nach der Sommerzeitumstellung nicht ausreicht, um den normalen Verlauf signifikant zu verändern.