Saisonale Schwankungen und interindividuelle Unterschiede bei der Anpassung an SchichtarbeitZugang nicht angegeben
Millionen von Schichtarbeitern in den USA sind einem erhöhten Risiko für Depressionen, Krebs und Stoffwechselerkrankungen ausgesetzt. Dennoch reagieren die Menschen sehr unterschiedlich auf Schichtarbeit. Wir haben festgestellt, dass ein konserviertes biologisches System von Morg…
Millionen von Schichtarbeitern in den USA sind einem erhöhten Risiko für Depressionen, Krebs und Stoffwechselerkrankungen ausgesetzt. Dennoch reagieren die Menschen sehr unterschiedlich auf Schichtarbeit. Wir haben festgestellt, dass ein konserviertes biologisches System von Morgen- und Abendrhythmen, das sich im Laufe der Evolution an die saisonalen Schwankungen angepasst hat, zu diesen interindividuellen Unterschieden beitragen könnte. In dieser Studie analysieren wir die Saisonalität bei Medizinstudierenden im Schichtdienst und zeigen, dass die Variation zwischen Sommer und Winter mit einer verstärkten Störung des zirkadianen Rhythmus nach Schichtarbeit korreliert. Mathematische Modelle legen nahe, dass die saisonale Rhythmik die Anpassungsgeschwindigkeit an neue Arbeitszeiten beeinflusst und somit unterschiedliche Auswirkungen auf Morgen- und Abendrhythmen vorhersagt. Darüber hinaus untersuchen wir genetische Polymorphismen, die mit der Saisonalität bei Tieren in Verbindung stehen, und finden heraus, dass menschliche Varianten die Reaktionsgeschwindigkeit des zirkadianen Rhythmus auf Änderungen des Arbeitsplans beeinflussen können. Basierend auf unseren Ergebnissen vermuten wir, dass die großen interindividuellen Unterschiede in der Anpassung an Schichtarbeit – die für die Gesundheit von Schichtarbeitern entscheidend ist – teilweise durch biologische Mechanismen der saisonalen Rhythmik erklärt werden können.